„Kirche macht Schule“ – denn Bildung schafft Zukunft 2018-11-14T12:17:32+00:00
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PROJEKT 4

„Kirche macht Schule“ –
denn Bildung schafft Zukunft

Das Ev. Bildungswerk Dortmund bietet eine spannende Bandbreite von Weiterbildungsthemen für Erwachsene jeden Alters. Ein wichtiger Schwerpunkt im Bildungsangebot sind die Kurse, in denen nachträgliche Schulabschlüsse gemacht werden können. Ein wegweisendes Ereignis besonders für Frauen mit Flucht- und Migrationshintergrund.

„Ich habe mich zum ersten Mal getraut, zu einem Elternabend in der Schule meiner Tochter zu gehen!“ „Ich möchte etwas zurückgeben von dem, was mir meine neue Heimat Deutschland ermöglicht hat, eine Ausbildung machen und Geld verdienen!“…. nur zwei Zitate von Absolventinnen eines Kurses. Mit dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 in der Hand, einem deutschen, staatlichen Abschluss, der „aussieht wie das Zeugnis meines Sohnes von der Gesamtschule“, ist der Weg in die gesellschaftliche Teilhabe und in den Arbeitsmarkt geöffnet.

Mit dem Projekt „Kirche macht Schule“ wird besonders Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund eine Chance geboten. Der Zweite Bildungsweg ist gerade für diese Frauen ab 18 Jahren sehr geeignet, da er eine höhere Flexibilität (geringerer Fächerkanon, zeitliche Flexibilität, Deutsch als erste Fremdsprache, keine Altersbegrenzung) zulässt als das Regelschulsystem. Zumal Frauen über 18 Jahren, und damit nicht mehr berufsschulpflichtig, in Dortmund derzeit sehr wenig Chancen haben, einen der begehrten Plätze an einem Berufskolleg zu bekommen.

Dort setzt das Projekt „Kirche macht Schule“ des Ev. Bildungswerkes Dortmund seit Jahren erfolgreich an. Frauen, die nicht oder höchstens zwei Jahre in Deutschland eine Schule besuchen konnten, haben ohne gezielte Förderung kaum die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und einen deutschen Schulabschluss zu erlangen.

Das Konzept des Projektes ist dabei speziell auf diese Zielgruppe ausgerichtet. Dies zeigt sich in den angebotenen Fächern, den Projekten und der täglichen Begleitung durch eine Sozialpädagogin. Die Zusammenarbeit mit dem Bereich Kindertagespflege bzw. den dort ansässigen Kindertagespflegepersonen ist von enormer Wichtigkeit, da die gesicherte Betreuung der Kinder für die Teilnehmerinnen die Grundvoraussetzung für den Besuch der Schulkurse ist. Eine eigene Großpflegestelle im „Schulgebäude“ ermöglicht jungen Müttern die Vereinbarkeit von eigener Bildung und Familie.

Mit dem Schulabschluss erhalten die Frauen mehr als den Nachweis, eine schulische Leistung erbracht zu haben. Er ist quasi die Eintrittskarte in ein Berufsleben, das ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Nun steht das Projekt auf der Kippe, da die EU die Fördergelder für derartige Projekte drastisch gekürzt hat. Wenn Frauen mit Flucht- und Migrationshintergrund weiterhin die Chance bekommen sollen, sich auch beruflich zu integrieren, sind wir zwingend auf finanzielle Unterstützung durch Spenden oder Stiftungen angewiesen.

Antragsteller
Ev. Kirchenkreis Dortmund,
Ev. Bildungswerk

Projektbetreuer
Katrin Köster

Finanzierungsbedarf
10.000 Euro

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