Come@home – Therapie und Beratung für traumatisierte geflüchtete Kinder und deren Familien 2018-11-27T11:28:40+00:00
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PROJEKT 3

Come@home – Therapie und Beratung
für traumatisierte geflüchtete Kinder
und deren Familien

Seit 50 Jahren setzt sich der Kinderschutzbund Dortmund e. V. dafür ein, dass Kinder gesund und sicher und vor allem gewaltfrei aufwachsen können.

Im vergangenen Jahr hat sich ein Trägerverbund aus vier Trägern gebildet, um in Dortmund vorhandene Kompetenzen zur Beratung und Therapie von geflüchteten Kindern zu bündeln. Der Kinderschutzbund hat gemeinsam mit einem weiteren Träger die Versorgung der Kinder bis 14 Jahre übernommen.

In den vergangenen 15 Monaten ist es gelungen, gemeinsam ein Angebot aufzubauen, das auf die speziellen Bedarfe dieser Kinder zugeschnitten ist: wir beraten die gesamte (Teil-)Familie, da die traumatisierten Kinder in der Regel mit ebenfalls traumatisierten Eltern zusammenleben, die unter Kriegs- und Fluchterfahrungen leiden. Kinder und Eltern bekommen „Handwerkszeug“ zur Stabilisierung und Psychoedukation an die Hand; bei der Mehrheit der Familien sind wir auf die Kooperation mit Dolmetschern angewiesen, da die sprachlichen Hürden groß sind. Das ist eine besondere Herausforderung, da es bisher nur wenig Erfahrungen für den Einsatz von Dolmetschern in kindertherapeutischen Prozessen gibt, und die Sprachmittler auch nicht auf diese Art von Einsätzen vorbereitet sind.

Daneben besteht ein wichtiger Anteil der Arbeit aus der Kooperation mit Schulen und Kindertageseinrichtungen: hier fallen die Kinder häufig durch Verhaltensweisen auf, die das soziale Miteinander erschweren und unverständlich erscheinen. Lehrer*innen und Erzieher*innen werden beraten und im Umgang mit diesen herausfordernden Verhaltensweisen unterstützt.

Nicht zuletzt fungieren wir als Mittler zwischen den Eltern und dem System in Deutschland: Behördenbriefe, Arztberichte, finanzielle Probleme, all diese Fragen fließen in die Arbeit ein. Auch wenn es nur begrenzte Möglichkeiten gibt, diese Probleme zu lösen, hilft es den Familien dabei zu verstehen, wie unser System funktioniert.

Seit Projektbeginn konnten wir gemeinsam mit dem Kinderschutzzentrum 66 Kinder und deren Familien beraten und behandeln. Weitere Kinder stehen auf der Warteliste. Um diese gemeinsame Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Spendenmittel angewiesen und bitten um Unterstützung.

Antragsteller
Kinderschutzbund Dortmund e. V.

Projektbetreuer
Martina Furlan und
Birgit Weber

Finanzierungsbedarf
10.000 Euro

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