Wohntraining für wohnungslose Menschen 2018-11-21T20:41:15+00:00
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PROJEKT 5

Wohntraining für wohnungslose
Menschen

Im Rahmen unserer Arbeit betreuen wir Menschen, die teilweise längerfristig auf der Straße, in prekären Wohnverhältnissen oder in Notunterkünften leben. Auf der Straße zu leben heißt ohne Familie und Freunde zurechtkommen zu müssen, es gibt kein funktionierendes soziales Umfeld. Es bedeutet Ausgrenzung, Verwahrlosung, Vereinsamung, Existenzunsicherheit, gesundheitliche Beeinträchtigungen und keine Hoffnung darauf, dass das Leben sich wieder zum Guten wendet.

Eine Änderung zum Guten heißt vor allen Dingen, wieder einen festen Wohnsitz zu haben, ein Dach über dem Kopf, das sicher ist, Zuflucht und Geborgenheit bietet. Doch die meisten wohnungslosen Menschen haben keine Chance, einen eigenen Wohnraum anzumieten. Sie brauchen Unterstützung dabei, den notwendigen mietvertraglichen Verpflichtungen nachzukommen, um die Wohnung aus eigener Kraft halten zu können. Viele müssen auch erst wieder lernen, in einem geregelten Zusammenleben mit Vermietern und Nachbarn nicht anzuecken.

Um diesen Menschen eine Perspektive zu ermöglichen bieten wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund ein Wohntraining an. Das Wohntraining findet in sechs angemieteten Wohnungen statt und hat insgesamt Platz für zwölf Personen.

Das Verhalten der Teilnehmenden ist oft von der Zeit der Wohnungslosigkeit geprägt, sie müssen elementare Regeln des Wohnens wieder lernen. Im Rahmen von befristeten Nutzungsverträgen werden die Bewohnerinnen und Bewohner unter Anleitung einer Hauswirtschafterin und durch die sozialarbeiterische Betreuung der Fachkräfte der Zentralen Beratungsstelle für Wohnungslose befähigt, Tätigkeiten des Alltagslebens wie Einkaufen, Kochen, Putzen oder auch Rechnungen zu bezahlen neu zu lernen. Bei Schwierigkeiten werden ihnen entsprechende Hilfsangebote angeboten und vermittelt.

Das Wohntraining hat sich in den letzten Jahren als erfolgreiche Maßnahme für die hilfesuchenden Menschen erwiesen. Ein Großteil der Menschen, die diese Hilfeform durchlaufen haben, hatte nach Beendigung des Wohntrainings für sich eine Perspektive erarbeitet, bzw. auch eigenen Wohnraum gefunden.
Das Wohntraining wird seit 2007 in den vorhandenen Wohnungen durchgeführt. Nach so langer Zeit ist es notwendig grundlegende Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten durchzuführen. Neben dem Streichen von Wänden, Türen und Heizkörpern muss teilweise auch der Bodenbelag erneuert werden. Ebenso sind zum Teil nicht mehr nutzbare Küchen zu ersetzen und auch die Sanitärausstattung in den Badezimmern braucht teilweise eine Erneuerung.
Die dadurch entstehenden Kosten werden leider

nicht refinanziert und müssen zusätzlich durch Spenden aufgebracht werden. Um das erfolgreiche Projekt in diesem Sinne fortführen zu können benötigen wir die Unterstützung durch Spendobel.

Antragsteller
DW – Zentrale Beratungsstelle für alleinstehende wohnungslose Frauen und Männer (ZBS)

Projektbetreuer
Thomas Bohne

Finanzierungsbedarf
10.000 Euro

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