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PROJEKT 20/01

Hilfe und Unterstützung für
Kinder und Jugendliche beim
Ausstieg aus der Prostitution

Die Dortmunder Mitternachtsmission e.V. betreut als spezialisierte Fachberatungsstelle Prostituierte und Opfer von Menschenhandel. Besondere Sorge gilt den noch minderjährigen Frauen und Mädchen. Die Gründe für den Einstieg der Mädchen in die Prostitution sind häufig Kontaktabbrüche zum Elternhaus und Freundeskreis, Obdachlosigkeit, exzessiver Alkohol- und Drogenkonsum, Existenzängste, Schul- und Ausbildungsabbrüche sowie Flucht vor Ordnungsbehörden und Jugendämtern.

Viele Klientinnen leiden unter gesundheitlichen Problemen, wie Hepatitis, HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten, Blasenentzündungen und Mangelerscheinungen. Psychische Auffälligkeiten, z.B. Essstörungen, selbst verletzendes und stark sexualisiertes Verhalten sind immer öfter zu beobachten. Erschreckend ist, dass gerade jugendliche Prostituierte Opfer von Übergriffen und Ausbeutung durch Zuhälter und Kunden werden. Sie werden gedemütigt, misshandelt, erpresst, vergewaltigt, zu Sexualpraktiken gezwungen, die sie nicht durchführen wollen, und zu Geschlechtsverkehr ohne Kondom genötigt. Und oft wird ihnen nicht das zuvor vereinbarte Geld ausgehändigt.

Zu dieser Zielgruppe gehören auch die Opfer von sogenannten „Loverboys“. Loverboys sind Zuhälter, die Kontakt zu den Mädchen aufnehmen, häufig über die sozialen Netzwerke im Internet. Sie machen die Mädchen emotional von sich abhängig und bringen sie dann mit psychischem und physischem Druck und Gewalt dazu, sich zu prostituieren. Mädchen mit geringem Selbstbewusstsein sind bevorzugte Opfer. Zur Strategie der Täter gehört es, die Betroffenen von der Familie und dem sozialen Umfeld zu isolieren und Konflikte zu schüren. Oft ist die emotionale Abhängigkeit zu den Loverboys so groß, dass sich die Jugendlichen nicht mehr ohne Hilfe daraus lösen können.

Durch regelmäßige, intensive Streetwork aber auch durch die Präventionsarbeit in Schulen und Jugendgruppen und die Schulung von Multiplikator*innen können Kontakte zu den Mädchen geknüpft werden. Das Ziel der Arbeit der Mitternachtsmission mit den Minderjährigen in der Prostitution ist der Ausstieg. Damit das gelingt, muss Vertrauen aufgebaut werden. Das ist nur möglich, wenn die Mitarbeiterinnen äußerst flexibel agieren können. Meldet sich ein Mädchen und braucht Unterstützung, muss in der Regel schnell gehandelt werden. Dieses Hilfeangebot ist sehr zeitaufwändig und unter Umständen muss der Kontakt zu dem Mädchen zunächst täglich stattfinden. Um dies leisten zu können, muss die hauptamtliche Mitarbeiterin durch zusätzliche Honorarkräfte unterstützt werden. Dafür bitten wir um Unterstützung.

Antragsteller
Dortmunder Mitternachtsmission e. V.

Projektbetreuer
Andrea Hitzke und
Hanna Biskoping

Finanzierungsbedarf
10.000 Euro

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